La Gomera

Montag, 5. September 2011

la gomera

ein jahr ist vergangen und dieses mal führte mich mein wanderurlaub nach la gomera. ich habe die tour jedoch nicht allein unternommen, sondern bin mit frosch sportreisen sowie activida tours verreist: trekking & relaxen für 15 tage.
die entscheidung war goldrichtig, denn die wege sind teilweise nicht sehr gut ausgezeichnet und schwer erkennbar. außerdem war die tour in einer kleinen reisegruppe (6 teilnehmer plus guide) sehr unterhaltsam.

la gomera ist die zweitkleinste insel der kanaren und liegt zwischen teneriffa, la palma und el hierro. sie ist so ziemlich kreisrund und misst ca. 25 km im durchmesser. damit ist sie kleiner als berlin - nur mal so als vergleich. :-) dafür leben dort auch nur so um die 20.000 einwohner.

mich hat diese ursprüngliche insel und die wandertour begeistert. ich werde ganz sicher wiederkommen.

während der reise sind wir folgende etappen gelaufen:
  1. san sebastián - playa de la guancha - san sebastián (standortwanderung: 8 km)
  2. la laja - imada (15 km)
  3. imada - garajonay - el cercado - las hayas (14 km)
  4. las hayas - vallehermoso (13 km)
  5. vallehermoso - agulo (17 km)
  6. agulo - los aceviños - el cedro (12 km)
  7. el cedro - el cercado - valle gran rey (16 km)
  8. valle gran rey - arure - las hayas (standortwanderung 15 km)
  9. valle gran rey - el tanque de la ermita - valle gran rey (standortwanderung 8 km)
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Mittwoch, 24. August 2011

las hayas - vallehermoso

start: las hayas
ziel: vallehermoso
länge: 13 km
höhenunterschied: +100 m / -900 m
wanderzeit: ca. 4-5 h

der morgen in las hayas ist kühl und neblig. in langer kleidung starten wir richtung "märchenwald". hier ist der nationalpark ursprünglich - moos bewachsene bäume, farne und flechten charakterisieren dieses sehr feuchte waldgebiet. die baumheide im wald saugt das wasser aus den passatwolken und spendet so der gesamten insel wasser.

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durch den dichten wald steigen wir hinab ins tal. der weg ist feucht und glitschig und erfordert (wie eigentlich sonst auch) die volle aufmerksamtkeit. dabei wird es alle hundert höhenmeter ein grad wärmer.
unterhalb der wolken kann man den dichten, grünen wald endlich auch sehen.

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als wir aus dem wald heraus sind, sehen wir schon den roque cano, der uns morgen erwarten wird. darunter im tal liegt vallehermoso, unser heutiges etappenziel.

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gegen 15 uhr erreichen wir den ort. später besichtigen wir in vallehermoso noch des meeresschwimmbecken und das castillo del mar, welches derzeit jedoch geschlossen ist.

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Dienstag, 23. August 2011

imada - las hayas

start: imada
ziel: las hayas
länge: 14 km
höhenunterschied: +600 m / -500 m
wanderzeit: ca. 5 h

die nacht im zelt war überraschend warm und ... hart. um 06:30 halte ich es auf der isomatte nicht mehr aus und stehe auf. hat den vorteil, dass ich mich vor allen anderen im einzigen bad in ruhe fertig machen kann. gestiefelt und gespornt und mit dem fotoapparat gewaffnet laufe ich durch den kleinen ort und genieße den sonnenaufgang.

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nach dem frühstück gegen halb elf geht es los. uns erwartet wieder ein ordentlicher anstieg: 400 höhenmeter, ca. 1 stunde.
auf einem felsplateau nach gut der hälfte des weges genieße ich wieder die schöne fernsicht.

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kurz darauf ist vom tal nichts mehr zu sehen. die wolken aus dem norden schieben sich über die berge.

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oben angekommen laufen wir eine straße entlang und wandern dann durch den nationalpark einen nur leicht ansteigenden forstweg hinauf zum höchsten punkt der insel - dem garajonay:

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dort ist es leider so neblig, dass man nichts weiter sieht. ich habe aber auch immer ein glück ... letztes jahr mit dem brocken und jetzt der garajonay - beide versunken in dichtem nebel.
unser weg führt uns dann wieder in tiefere lagen. wir müssen uns einen weg durch dicht bewachsenes gelände bahnen:

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auf unserem weiteren weg treffen wir auf ziegenhirten und sehen die hier üblichen terrassenfelder.

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in el cercado - einem töpferdorf - machen wir eine kleine pause, trinken frischen orangensaft und flanieren durch die töpferläden. dann geht es auf zum letzten ab- bzw. aufstieg nach las hayas. auf der hälfte der strecke gönnen wir uns schon mal einen blick ins valle gran rey, in dem wir die zweite wochen verbringen werden.

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gegen 17 uhr erreichen wir las hayas und casa efigenia. dort erwartet uns zum abendessen typische gomerische küche: gofio (geröstetes maismehl) gemischt mit ziegenmilch (?) und scharfer mojo, salat und obst. super lecker!!! allein dieses essens wegen muss man wiederkommen.

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Montag, 22. August 2011

la laja - imada

start: la laja
ziel: imada
länge: 15 km
höhenunterschied: +800 m / -500m
wanderzeit: ca. 5-6 h

am montag beginnt unsere trekkingtour mit gepacktem rucksack für zwei tage. um 9 uhr fahren wir mit dem taxi von san sebatián ins bergdorf la laja. dort erwartet uns gleich der erste anstieg durch einen lichten kiefernwald.
aber zuerst ein blick zurück nach la laja.

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in dem lichten kiefernwald wachsen so lustige sukkulenten in salatkopfform.

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die vegetation wandelt sich je höher wir kommen. nach dem ersten anstieg von ca. 500 m weht oben ein kühler wind. wir machen eine kurze pause an einer alten forsthütte und können die "los roques" bestaunen - eine sammlung ehemaliger vulkanschlote. der rest vom vulkan ist wegerodiert.

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oben neben dem roque agando ist die weitsicht toll. wieder kann man bis teneriffa schauen und den teide sehen.

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da es auf la gomera von ort zu ort nur über berge geht, ist klar, dass wir die 500 m rauf nun wieder runter müssen - ins nächste tal nach benchijigua. auf einmal wird es warm und trocken und die vegation sieht wieder komplett anders aus.
blick zurück auf den roque agando:

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an einem verlassenen weiler machen wir mittagspause und rasten unter einer großen kiefer. ich döse unterm baum und schieße ein nettes bild. die kiefer revanchiert sich dann später mit harz an hose und pulli.

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der nun folgende weg ist mehr als anstrengend und schweißtreibend. in praller sonne geht es 400 höhenmeter einen steinigen pfad hinauf.

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oben angekommen wird man wieder mit einem spektakulären blick belohnt - der roque agando in der ferne.

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die letzten kilometer nach imada schlängeln sich auf fast gleicher höhe an den bergen entlang. gegen halb sechs erreichen wir den kleinen ort.

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Sonntag, 21. August 2011

san sebastian - playa de la guancha

start: san sebastián
ziel: playa de la guancha
länge: 8 km
höhenunterschied: 200 m
wanderzeit: ca. 3-4 h

der erste tag auf la gomera beginnt mit einem kurzen rundgang durch die stadt san sebastián. neben netten plätzen, straßencafés, dem hafen und einem strand findet man im park den wehrturm torre del conde:

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um 12:00 uhr starten wir mit unserer ersten wanderung zu einer schönen badebucht. nach den ersten schritten bergauf, hat man einen tollen blick über den hafen. dort liegt gerade die fähre von fred.olsen, mit der man von teneriffa aus mit 74 sachen nach la gomera gelangt raßt. im hintergrund sieht man den pico del teide.

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der weg ist steinig und streckenweise steil. aber oben angekommen hat man einen schönen blick entlang der küste.

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unterwegs begegnen uns kleine eidechsen. sobald man länger stehen bleibt, wuseln sie um einen herum, in der hoffnung auf ein wenig obst.

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neben diesen "kleinen kanareneidechsen", die so zwischen 10 und 30 cm lang sind, gibt es auch die rieseneidechsen (bis zu 100 cm), die derzeit in valle gran rey gezüchtet werden. leider konnte man die aufzuchtstation nicht besichtigen.
am strand angekommen machen wir pause und genießen sonne und meer. der strand ist steinig - ohne badelatschen geht nichts. nach einer guten Stunde machen wir uns wieder auf den weg zurück nach san sebastián.

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